Kampf gegen Textilverschwendung: hin zu einer nachhaltigeren Mode in Luxemburg und Europa

Im Durchschnitt wirft jede:r Europäer:in jährlich 12 kg Kleidung und Schuhe weg. EU-weit sind das insgesamt mehr als 5 Millionen Tonnen, die jedes Jahr auf Deponien landen oder verbrannt werden. Gleichzeitig neigen Verbraucher:innen dazu, immer mehr Kleidung zu kaufen. Allein in Luxemburg kauft ein:e Einwohner:in durchschnittlich 54 neue Kleidungsstücke pro Jahr. Die Herstellung dieser Fast Fashion verbraucht jedoch wertvolle Ressourcen wie Wasser, Energie und Rohstoffe.
Um über Textilabfälle zu sprechen und zu erfahren, wie man Abfall richtig entsorgt, organisiert das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Zusammenarbeit mit Lëtz’Refashion einen thematischen Nachmittag:
17 Uhr Upcycling-Workshop
Mit Hilfe einer professionellen Schneiderin könnt ihr in weniger als einer Stunde eine personalisierte Totebag kreieren. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich und das gesamte Material wird kostenlos zur Verfügung gestellt.
18 Uhr Diskussionsrunde „Kampf gegen Textilverschwendung: hin zu einer nachhaltigeren Mode in Luxemburg und Europa” mit
- Der Europaabgeordneten Tilly Metz (Déi Gréng/Die Grünen)
- Debbie Kirsch, Gründerin der nachhaltigen Marke „Devï”
- Sophie Segercrantz, Kommunikationsleiterin von Friendship Colours of the Chars s.à.r.l.
- Hannah Lam, Verantwortliche für Partnerschaften bei Lët'z Refashion
Die Teilnahme an beiden Teilen oder nur an der Diskussionsrunde ist möglich. Um den Tag in geselliger Runde ausklingen zu lassen, wird ein Aperitif-Cocktail angeboten. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter diesem Link erforderlich.
Hintergrund
Um Textilabfälle zu bekämpfen, hat die Union seit dem 1. Januar 2025 die systematische Sammlung von Alttextilien vorgeschrieben. Diese europäische Abfallrichtlinie erleichtert die Wiederverwendung von noch tragbarer Kleidung und ermöglicht ein effizienteres Recycling von Kleidung, die nicht mehr wiederverwendet werden kann. In Luxemburg ist die Sammlung von Textilabfällen bereits 2022 in Kraft getreten, doch die Umsetzung vor Ort lässt noch zu wünschen übrig: Jährlich landen mehr als 5 kg Textilien pro Einwohner:in im Müll, anstatt an den Sammelstellen abgegeben zu werden.